Effektive Detox-Tipps für Zuhause | Alles über Intervallfasten

Sehnst du dich nach den Feiertagen nach ein wenig Entlastung? Detox- und Entlastungstage bringen uns wieder ins Gleichgewicht. Sie sorgen für Balance, schenken Energie und sind im Grunde genommen nichts anderes als ein Frühjahrsputz für Körper, Geist und Seele.

Detoxen muss keinesfalls mit einer radikalen Umstellung deiner Ernährungsgewohnheiten einhergehen. Auch musst du dich dafür nicht gleich mehrere Tage in ein schickes Detox-Hotel einbuchen, oder eine Woche lang auf feste Nahrung verzichten. Hast du in diesem Zusammenhang schon mal von Intervallfasten gehört? Intervallfasten wird auch als Detox 2.0 bezeichnet, denn laut neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse verfügt unser Körper über einen natürlichen Selbstentgiftungsmechanismus. Beim Intervallfasten geht es darum, unser körpereigenes Reinigungssystem anzuregen damit unser Körper den Abtransport schädlicher Stoffe selbst entledigen und sie ausschleusen kann.

Dieser Prozess, auch Autophagie genannt, lässt sich wunderbar jederzeit in den Alltag für zu Hause integrieren und wird durch regelmäßiges Intervallfasten unterstützt. Wenn du dich nach Entlastung sehnst und deinem Körper mal eine kleine Zell-Rundumerneuerung gönnen möchtest, dann kannst du diese Detox-Tage wunderbar dazu nutzen deinen Selbstentgiftungsmechnismus auf natürliche Weise anzuregen. Durch meine unterstützenden Detox-Tipps lassen sich hierbei sogar noch größere Erfolge verbuchen. Wie, das erfährst du nachfolgend.

Hier kommen meine einfachen und effektiven Tipps für dein Detox-Home-Programm.

Intervallfasten

Keine Angst. Entgegen einer klassischen Fasten-Kur geht es beim Intervallfasten nicht um den kompletten Nahrungsverzicht. Davon halte ich nichts, zumal sich das nur schwer in den Alltag integrieren lässt und auch langfristig nicht zu gewünschten Erfolgen führt.

Beim Intervallfasten geht es darum, längere (bis zu 16-stündige) Essenspausen am Tag einzubauen. Hierzu gibt es unterschiedliche Ansätze. Die gängigste ist jedoch die 16:8-Methode bei innerhalb von 8 Stunden gegessen und die restlichen 16 Stunden gefastet wird.

Was dahinter steckt?

Durch längere Essenspausen werden unsere Zellen zum „Entrümpeln“ angeregt (Selbstentgiftungsmechanismus / Autophagie). Während dieser Phase greifen sie auf ihre eigenen Reserven, wie eingelagertes Fett zurück und verwerten es zur Energiegewinnung. Dadurch wird sowohl Körperfett, als auch das Fett in unseren Organen zu reduziert, was wiederum vor unterschiedlichen Krankheiten wie Demenz oder Stoffwechselerkrankungen schützen kann. Obwohl hierzu abschließend noch nicht alle Erkenntnisse erforscht sind, soll regelmäßiges Intervallfasten äußerst positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit haben.

So baust du Intervallfasten in deinen Alltag ein.

Da unser Körper nachts sowie mit unterschiedlichen Verdauungs-, Abbau- und Entgiftungsprozessen beschäftigt ist, bietet sich die Schlafens- bzw. Nachtzeit optimal an, um diese in die Fastenperiode miteinzubauen. Im Grunde genommen gewährst du deinem Körper dadurch lediglich eine etwas längere Essenspause als sonst üblich.

Ein Beispiel-Tag

Wenn du zum Beispiel ab 18.00 Uhr deine Fastenzeit beginnst, solltest du am nächsten Morgen erst nach 10.00 Uhr die erste Mahlzeit zu dir nehmen.

Der Vorteil? Im Gegensatz zu anderen Fastenvarianten, spielt es beim Intervallfasten keine Rolle wie viele Kalorien du während der Essenszeiten zu dir nimmst. Achte allerdings darauf, Süßigkeiten, verarbeitete Lebensmittel und Weißmehlprodukte zu meiden, da sie den Blutzuckerspiegel irritieren und zu Heißhungerattacken führen. Auch solltest du es kalorienmäßig nicht übertreiben. Wenn du dich dabei an meinen Clean Eating Rezepten orientierst und deine Mahlzeiten aus einem gesunden Mix an komplexen Kohlenhydraten, mageren Eiweißquellen, frischem Gemüse- und Obstsorten zusammenzustellst, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Ein Intervallfasten-Tag nach 16-8 Stunden könnte beispielsweise so aussehen:

7.00  Uhr    Aufstehen 1-2 Gläser Zitronenwasser trinken.

8.30 Uhr        1. Tasse Kaffee oder Tee.

10.00 Uhr     Ausgewogenes Frühstück

13.00 Uhr     Ausgewogene und sättigende Mittagsmahlzeit

14.00 Uhr      Ingwershot & Mittags-Smoothie

15.00 Uhr      Nachmittags-Kaffee, Tee

17.00 Uhr      Sport-Einheit (HIIT oder Krafttraining) (oder morgens, falls es für dich zeitlich besser passt)

18.00 Uhr Abendessen mit Dessert

Zusätzliche unterstützende Detox-Tipps

Unser Körper verfügt über große Selbstheilungskräfte und ist von morgens bis abends damit beschäftigt, Schadstoffe abzubauen. Während einer Detox-Kur geht es darum, den Körper bei seinem innerlichen Selbstreinigungsprozess zu unterstützen, damit er sich von sämtlichen Schadstoffen befreien kann, die im Laufe der Zeit über die Nahrung oder Umwelt aufgenommen wurden. Um schädliche Substanzen loszuwerden, bedient sich unser Körper verschiedener Organe. Neben dem Intervallfasten liegt ein besonderer Fokus liegt während dieser Tage deshalb auf den Ausleitungs-Organen wie Leber, Darm, Niere, Haut und Lunge.

Ausreichend Trinken

Trinken ist das A und O während dieser Tage. Um den Körper beim Abtransport von Schadstoffen zu unterstützen kannst du während deiner Detox-Tage die Trinkmenge erhöhen. Statt der üblichen 1,5 bis 2 Liter kannst du während einer Detox-Kur gerne auf die doppelte Menge hochfahren. Zuckerhaltige Getränke, wie Limonade und Cola sowie Alkohol sind natürlich tabu.

Morgens nach dem Aufstehen empfehle ich 1-2 Gläser warmes Ingwer-, Zitronenwasser oder ein Glas Apfelessig zu trinken. Das kurbelt die Stoffwechselprozesse, das Verdauungssystem und die Nierentätigkeit an und suggeriert den Organen Niere und Darm mit der Entgiftungs- und Ausscheidungsarbeit zu beginnen.

 

Zitronen-Wasser

Zitronenwasser kurbelt die Stoffwechselprozesse, das Verdauungssystem und die Nierentätigkeit an und suggeriert unseren Organen Niere und Darm mit der Entgiftungs- und Ausscheidungsarbeit zu beginnen.
Vorbereitungszeit2 Min.
Zubereitungszeit1 Min.
Arbeitszeit3 Min.
Gericht: Drinks
Portionen: 1 Portion

Zutaten

  • 2 EL Zitronensaften
  • 2 TL Apfelessig
  • 1 TL Honig
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Anleitung

  • Zitronensaft auspressen und mit den übrigen Zutaten vermischen. Anschließend in kleinen Schlücken trinken.

Zwischen den Mahlzeiten solltest du so viel Flüssigkeit wie möglich trinken. Wasser, Tee oder auch Kaffee (1-2 Tassen) kannst du bedenkenlos währenddessen trinken. Vor allem schwarzer Kaffee und Grüner Tee besitzen appetithemmende Wirkungen. Auch Smoothies oder Säfte sind tolle Begleiter bei jeder Detox-Kur.

Achte darauf, was deinem Darm gut tut.

Unser Darm gehört zu den Haupt-Ausleitungsorganen des Körpers. Rund 40% der aufgenommenen Schadstoffe werden über den Darm abgebaut. Darüber hinaus befindet sich im Dickdarm 80% unseres Immunsystems. Er spielt damit eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Während deiner Detox-Tage kannst du durch ein sanftes „Anstupsen“ dem Darm auf natürliche Weise bei seinen Ausleitungsprozessen unterstützen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag für den Aufbau einer gesunden Darmflora leisten.

Ballaststoffreiche Lebensmittel regen die Darmaktivität auf natürliche Weise an. Auch gibt viele Nahrungsmittel die eine verdauungsfördernde Wirkung haben und dabei helfen Stoffwechselprozesse anzuregen. Zum Beispiel Sauerkraut, Pflaumen, Artischocken, Spinat, Zitrusfrüchte…

Sorge für ausreichende Bewegung.

Bewegungsmangel lässt nicht nur die Darmmuskulatur erschlaffen, sondern auch unseren Stoffwechsel auf Sparflamme fahren. Die Folgen: wir fühlen matt, schlapp und antriebslos – fast so, als hätte bei uns jemand den Stecker gezogen. Ohne Bewegung wird es schwer die zusätzliche Fettverbrennung zu steigern. Bewegung ist die einfachste Möglichkeit um unseren Stoffwechsel anzukurbeln und den Organismus in Schwung zu bringen. Zusätzlich verbrennen wir dadurch mehr Kalorien und bauen Muskeln auf und unser Nahrungs-Grundumsatz steigt. An Trainingstagen verbraucht unser Körper sogar bis zu 25 Prozent mehr Kalorien, bloß um die körperlichen Grundfunktionen – Atmung, Verdauung, Blutkreislauf – zu gewährleisten.

Mein Tipp: Regelmäßiges HIIT-Training (hochintensives Intervall-Training) einbauen. Wer regelmäßig im HIIT-Bereich trainiert lässt die Fettzellen automatisch noch schneller schmelzen – und das sogar auch noch Stunden später in den anschließenden Ruhephasen.

Schenke deiner Haut Beachtung.

Das größte Ausscheidungsorgan unseres Körpers ist unsere Haut. Über eine fast 2 Quadratmeter große Fläche leistet sie tagtäglich einen beträchtlichen Anteil am innerkörperlichen Reinigungsprozess. Unter anderem transportiert sie über unsere Schweiß- und Talgdrüsen eine Vielzahl der Giftstoffe aus dem Körper. Diesen Ausleitungsprozess kannst du aktiv durch Bewegung unterstützen. Je aktiver wir sind, desto mehr wird unser Körper durchblutet und der Stoffwechsel aktiviert, was wiederum die Schweißproduktion angeregt und Giftstoffe ausgescheidet.

Für dein Mini-Detox-Programm für zu Hause kannst du zusätzlich noch folgende Tipps einbauen:

  • Kräftig schwitzen, durch Sauna, Wärmebäder, heiße Wickel.
  • Wechselduschen, um die Durchblutung zu fördern.
  • Trockenbürsten, um die Durchblutung anzuregen und alte Hautschüppchen abzustoßen.
  • Systematische Hautpflege betreiben. Hierzu eignen sich auch Ölmassagen, Peelings, oder Basen-Bäder.

Last but noch least…

Ausreichender Schlaf.

Stress und ein hektischer Alltag können sind Stoffwechsel-Killer und bringen ihn aus dem Gleichgewicht. Gönne dir genügend Ruhephasen. Ausreichender Schlaf hat eine beruhigende Wirkung auf unseren Körper und steigert auch die Fettverbrennung. Achte während dieser Tage einfach mal bewusst darauf, dir mindestens 8-10 Stunden Schlaf am Tag zu gönnen.

So, nun wünsche ich Dir viel Spaß bei deinem Detox-Home-Programm. Hast du Fragen hierzu? Dann schreib mir gerne.

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2 Comments

  • Reply Celi 8. Juni 2018 at 7:23

    Hi

    Gilt beim Intervallfasten in der Pause das trinken aber nicht dazu? Da darf ich schon Kaffee zb nach 18:00 noch trinken?

    • Reply Adaeze 8. Juni 2018 at 9:51

      Hallo, also trinken (Wasser) kannst du eigentlich immer. Da gibt es keine Regel. Je mehr, desto besser. Falls dich Kaffee nach 18.00 Uhr nicht zu sehr auputscht, ist auch das o.k. Ich würde allerdings eher Espresso empfehlen.

      Liebe Grüße,
      Adaeze

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