Superfoods aus der Heimat – die Top Superfoods die du kennen solltest.

Der Begriff Superfoods ist seit vielen Jahren in aller Munde. Matcha-Tee, Goji-Beeren oder Chiasamen sind hipp und dürfen in keiner Trendküche fehlen. Sie sind angesagt und gleichzeitig auch noch so gesund! Dass diese Lebensmittel jedoch meist einmal um die halbe Welt gereist sind, dadurch unser Klima belasten und dabei nicht unbedingt mehr Vitamine und wertvolle Nährstoffe als einige Lebensmittel aus unserer nahen Heimat haben, wissen die wenigsten. Deshalb stelle ich dir hier einmal ein paar heimische Alternativen vor. 

Eine kurze Anmerkung noch zum Thema heimische vs. exotische Superfoods… Wenn du meinen Blog schon länger liest, dann wirst du wissen, dass ab und auch auch immer mal ein paar Exoten in meinen Rezepten auftauchen. Warum ist das so? Grundsätzlich versuche ich mich im Alltag möglichst immer für regionale und saisonale Lebensmittel zu entscheiden. Damit gehen gleich mehrere Vorteile einher:

  1. Dank der kürzeren Lieferwege bleiben landen mehr Vitamine auf dem Teller und somit auch in unserem Körper.
  2. Gleichzeitig tun wir der Umwelt einen gefallen indem wir unseren Co2-Fußabdruck schonen.
  3. Unterstützten wir die Erzeuger und Bauern vor Ort, was uns ein gutes Gefühl gibt.

Jetzt fragst du dich vielleicht, warum dennoch hier und da mal ein paar Exoten in meinen Rezepten auftauchen? Ganz einfach, weil ich neugierig bin und gerne auch mal experimentiere. Diese grundsätzliche Neugier gegenüber der Natur und dein wunderbaren Lebensmittel die sie uns schenkt, möchte ich mir wahren. Außerdem bin ich ja auch mit der Kultur und den Lebensmittel aus zwei Ländern – nämlich Deutschland und Nigeria – großgeworden. Mit den für uns in Deutschland eher exotischen afrikanische Superfoods wie Moringa, Yamswurzel, Okra oder auch Maca bin ich aufgewachsen und habe sie schon als Kind geliebt und regelmäßig gegessen. Hin- und wieder auch auf diese Lebensmittel zurückzugreifen und sie in meine Rezepte einzubauen, hat also auch etwas mit meinen Wurzeln zu tun ;)

Aber eins muss an dieser Stelle natürlich noch mal ganz klar erwähnt werden… Um dich gesund, vielseitig und ausgewogen zu ernähren, benötigst du keine Superfoods, die aus fernen Ländern kommen. Genau aus diesem Grund möchte ich dir heute unsere heimischen Superstars vorstellen.

Heimische Alternativen 

Heidelbeeren, Sauerkirschen und Rotkohl sind nur einige unbekannte Superfoods, die direkt vor unserer Haustüre vorkommen und der populären Açai-Beere Konkurrenz machen. Alle haben einen sehr hohen Anteil an Anthocyanen, die ihnen ihre dunkelrote bis lila Farbe verleihen. Anthocyane wirken antioxidativ, das heißt, sie können dazu beitragen, Alterungsprozesse in den Zellen zu verlangsamen. Zudem haben sie auch noch weitere wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. 

Leinsamen anstatt Chia-Samen

Chia-Samen sind wegen ihrer hohe Pestizid- und Mineralöl-Belastung in Verruf geraten. Leinsamen bieten daher eine ideale Alternative. Sie liefern Ballaststoffe, Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren und Calcium, bringen die Verdauung auf Trab und dienen in der veganen Küche als vielseitige Zutat für Gebäck und Desserts. 

Dunkle Beeren

Alle Beeren gehören zu unseren heimischen Power-Foods. Versuche sie wann immer möglich in deine Ernährung mit einzubauen. Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und Schwarze Johannisbeeren liefern viel Vitamin C, E und Mineralstoffe und hemmen zudem die Vermehrung von Viren, Pilzen und Bakterien. Wusstest du, dass unsere heimische Heidelbeere der weit gereisten Goji-Beere in nichts nachsteht und anhand ihrer gesundheitlichen Benefits locker mithalten kann? 

Grün, grün, grün ist alles was wir lieben

Spinat, Brokkoli, Grünkohl, Feldsalat und Co. haben einen hohe Ballaststoffanteil und wirken sich daher positiv auf unsere Darmflora aus. Zudem wirken sie entgiftend. Grünkohl ist aufgrund seines hohen Gehalts an wertvollen Inhaltsstoffen der König unter den Kohlsorten genannt. Bereits 100 g Grünkohl genügen, um uns mit mehr als den täglich empfohlenen 100 mg Vitamin C zu versorgen! Das stärkt unser Immunsystem auf natürliche Weise. Neben zahlreicher Vitamine und Mineralstoffe gilt vor allem der hohe Vitamin A- und E-Gehalt als Schutz vor freien Radikalen.

Kürbis

Wusstest du, dass Kürbisse das Superfood schlechthin sind? Kürbisse enthalten z. B. jede Menge Vitamine und Zink. Beides brauchen wir zur Stärkung des Immunsystems. Außerdem stecken in Kürbissen wertvolle Carotinoide, wie Beta-Carotin – eine Vorstufe des Vitamin A. Carotinoide sind dafür verantwortlich, unseren Lebensmitteln ihre wunderschöne Farbe zu verleihen und werden im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Vitamin A brauchen wir unter anderem für ein gesundes Zellwachstum, zur Stärkung des Immunsystems und zum Schutz vor freien Radikalen. Besonders farbenfrohe Lebensmittel wie Kürbisse (aber auch Rote Bete, Karotten, Paprika…) sind reich an Carotinoiden und helfen laut Studien Herz- und Krebserkrankungen vorzubeugen. Kürbisse sind übrigens auch sehr ballaststoffreich, was nicht gut fürs Herz ist und auch die Verdauung in Schwung bringt.

Quinoa mit Hirse ersetzen

Als leckere Beilage hat sich Quinoa einen beliebten Platz ergattert. Dass dabei die heimische Hirse jedoch reichhaltiger an Eisen und Zink ist, wissen viele nicht. Zudem ist Hirse, genauso wie Quinoa, ebenfalls glutenfrei und liefert das wichtige Vitamin E.  

Lupine

Lupinensamen enthalten sehr viel Eiweiß, B-Vitamine, Vitamin A, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Allerdings reagieren viele Menschen allergisch auf die Lupine, vor allem wenn man eine Erdnussallergie hat. Daher sollte man sich an dieses Superfood vorsichtig herantasten. 

Sauerkraut

Sauerkraut ist reich an Vitamin C, Milchsäure und Ballaststoffen, was gut für unsere Darmflora ist. Es sollte am besten kalt gegessen werden oder nur schonend erhitzt werden, ansonsten gehen die vielen wichtigen Mineralstoffe verloren. 

Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen

Hülsenfrüchte, wie Linsen und Bohnen, Nüsse, wie Wal- und Haselnüsse und Samen, wie Hanfsamen, enthalten zahlreiche Nährstoffe die für unseren Zellstoffwechsel günstig sind. Sonnenblumen- und Kürbiskerne stecken zum Beispiel voller Zink und sind wichtig für einen natürlichen Immunschutz.

Hanfsamen, Linsen, Erbsen und Bohnen haben beruhigende und entzündungshemmende Eigenschaften. Das in ihnen enthaltene Eiweiß, Zink und Magnesium zur trägt zur aktiven Zellerneuerung bei.

Walnüsse sind perfekte Immun-Booster-Snacks für Zwischendurch. Sie liefern wertvolles Vitamin E, was als Antioxidans der Spitzenklasse gilt. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E kurbelt die Kollagenproduktion an und hat auch einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Haut und Haare.

Knoblauch

Mit seinem unangenehmen Geruch ist die Knolle nicht unbedingt beliebt. Doch sie steckt voller wertvoller Öle und ist reich an Allicin. Zudem verleiht sie vielen Gerichten ein wenig mehr Pep. Gegen ein wenig Knoblauch ist also durchaus nichts einzuwenden.

Fazit

Für eine vielseitige und ausgewogene Ernährung und um wichtige Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen, benötigt es keine Superfoods, die aus fernen Ländern kommen. Nur weil sie trendig erscheinen heißt das nicht, dass sie besser sind als unsere heimischen Lebensmittel. Im Gegenteil: Manch einer der alten Klassiker verbirgt mehr Nährstoffe als die neuen Exoten. Mit Blick auf unsere Umwelt und das Klima empfehle ich auf die Saisonalitä unserer heimischen Superfoods zu achten und diese möglichst zahlreich in die Ernährung mit aufzunehmen. Denn diese tun nicht nur uns, unseren Körpern und unserer Umwelt gut – sie enthalten aufgrund der kürzeren Lieferwege das nötige Vitamin-Plus und geben uns ein gutes Gefühl, da wir unsere Produzenten vor Ort unterstützen. Außerdem sind natürlich auch noch super lecker, was das Entschiedenste an der ganzen Sache ist. ;)

Auf welche heimischen Superfoods setzt du in deiner Ernährung?

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