8 Tipps gegen Heißhunger auf Süßes | Rezept Kokos-Energy-Balls

von | 13. Oktober. 2017 | Clean Eating-Tipps, Frühstück, Iss dich fit - Challenge 2017, Süßes, Dessert, Unkategorisiert | 2 Kommentare

Möchtest du deine Ernährung umstellen und auf gewohnte Genussmittel wie Schokolade und Süßes verzichten? Vor allem zu Beginn kann das ziemlich herausfordernd sein. Die Lust auf Schokolade lässt sich schließlich nicht einfach durch einen Apfel ersetzen, da ein Apfel eben nicht wie Schokolade unser Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Zucker, vor allem in Kombination mit Fett, allerdings schon, denn hierbei werden gleichzeitig Botenstoffe ausgeschüttet die uns zufrieden und glücklich fühlen lassen. Kein Wunder also, dass wir in stressigen Phasen lieber zur Tafel Schokolade als zum Apfel greifen. Die Lust nach Süßem ist uns zudem angeboren. Schon Muttermilch schmeckt süß. Die Lust auf Naschereien ist also grundsätzlich etwas völlig natürliches.

Dennoch ist klar, dass Süßigkeiten und Chips keine gute Idee sind, um Gelüste und Heißhungerattacken zu stillen. Erst recht nicht, wenn du am Anfang einer Ernährungumstellung stehst. Viel wichtiger finde ich in diesem Zusammenhang zu lernen mit Gelüsten sinnvoll umzugehen, um nicht in “alte” Ernährungsmuster zu verfallen.

Nachfolgend findest du meine Tipps für den Umgang mit Gelüsten. Am Ende des Blogposts gibt es noch ein einfaches und gesunde Snack-Rezept für Kokos-Energy-Balls mit denen du dein Verlangen nach Süßem gesünder stillen kannst.

Kokos_EnergyBalls_2060

1.    Iss regelmäßig
Vor allem dann, wenn wir einen stressigen Alltag haben und aus Zeitmangel eher unregelmäßig essen, sind Heißhungerattacken und Gelüste vorprogrammiert. Da uns Zucker in Stressphasen schnelle Energie liefert, neigen eher dazu uns mit Süßem wie Schokolade, Cola oder einem Stückchen Kuchen zu belohnen. Im ersten Moment scheint unser Grundbedürfnis damit gestillt. Wie wir jedoch wissen, ist dies leider nur die halbe Wahrheit. Denn ausgelöst durch ein Zuviel an isolierter Glukose ohne Ballaststoffe, sinkt der Blutzucker im nächsten Moment leider genauso schnell wieder ab, womit auch unser Energielevel und unsere Stimmung rapide abnimmt. Die Folge dieser Wiederkehrenden Blutzuckerachterbahnfahrt sind noch mehr Gelüste und Heißhungerattacken. Falls du zu Gelüsten und Heißhungerattacken neigst, dann stelle sicher über den Tag verteilt, regelmäßig und ausgewogen zu essen. Proteinreiche Zwischenmahlzeiten wie Joghurt mit Obst, oder ein leckerer selbst gemachter Eiweißshake helfen den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Dadurch beugst du starken Blutzuckerschwankungen und Heißhungerattacken vor.

2.    Horche in dich hinein
Hast du dich schon mal gefragt, in welchen Situationen deine Gelüste aufkommen? Gelüste und Heißhunger haben in der Regel nichts mit einem natürlichen Hungergefühl zu tun. Unterscheide deshalb klar zwischen Hunger und Appetit. Frage dich, ob du dein Naschen vielleicht einfach nur mit einem Ritual verbindest (Bsp. Fernsehen und dazu Chips essen), oder ob du eventuell sogar aus reiner Langeweile isst?

Oftmals stecken auch emotionale Bedürfnisse hinter Gelüsten, die sich durch ein Nachgeben nicht nachhaltig stillen lassen. Situationen in denen wir uns schlecht fühlen und lieber zur Tafel Schokolade greifen, um uns selber zu belohnen und positiver zu stimmen, kennen wir alle. Die Frage an dich lautet daher: Was brauchst du in diesem Moment wirklich um dein Bedürfnis zu stillen? Ist es vielleicht eine liebevolle Umarmung, oder ein einfühlsames aufmunterndes Gespräch mit einer vertrauten Person?

3.    Notieren deine Heißhunger-Phasen
Notiere dir Situationen, in denen du Gelüste auf bestimmte Lebensmittel hast. Diese Notizen müssen nicht lang sein. Es reichen kurze Informationen wie die Tageszeit, deine Stimmung (müde, gestresst) und um welches Lebensmittel es sich bei deiner Lust gehandelt hat. Die Notizen helfen dir mehr über dich, über die Auslöser und das „Warum“ zu erfahren und bestimmte Verhaltensmuster zu erforschen. Das Aufschreiben hilft dir die Situation bewusst zu machen. Gleichzeitig lernst du sie zu begreifen und kannst mit ihr beim nächsten Mal besser umzugehen.

4.    Durchbrich deine Verhaltensmuster
Nachdem du deine Gelüste nun besser bestimmten Verhaltensmustern zuordnen kannst, geht es im nächsten Schritt darum, diese Verhaltensmuster zu ändern bzw. zu durchbrechen. Verbindest du deinen Nachmittags-Kaffee oder -Tee normalerweise immer mit etwas Süßem? Dann überlege dir genau was du tun kannst, um die Situation zukünftig zu ändern. Vielleicht kannst du deinen Kaffee ab jetzt stattdessen mit einem Spaziergang an der frischen Luft verbinden, oder du findest eine andere Möglichkeit, um von dem alten Verhaltensschema abzulassen. Fakt ist: Je stärker du dich im Vorfeld gedanklich mit deinem neuen Verhaltensmuster beschäftigst, desto leichter wird es dir es beim nächsten Mal fallen dieses anzuwenden.

5.    Trinke ein großes Glas Wasser
Trinkst du über den Tag verteilt zu wenig, kann es passieren, dass dir dein Körper ein „vermeintliches“ Hungergefühl suggeriert. Wenn du das nächste Mal die Lust auf etwas Süßes verspürst, dann trinke zuerst ein Glas Wasser und warte einige Minuten ab. Manchmal lassen sich Gelüste damit ebenfalls eindämmen.

6.    Geh eine Runde an die frische Luft
Frische Luft macht den Kopf frei! Ein Spaziergang an der frischen Luft bringt dich schnell auf andere Gedanken. Gleichzeitig aktivierst du deinen Stoffwechsel und versorgst durch bewusstes Atmen deine Organe mit ausreichend Sauerstoff.

7. Pfefferminze
Hast du gewusst, dass Pfefferminze die Lust auf Süßes stoppt? Probiere es beim nächsten Mal doch mal mit einem Pfefferminztee, oder einem -Lutsch-Bonbon oder ganz einfach mit Zähneputzen. Glaube mir, das wirkt Wunder.

8. Greife zu natürlichen Naschereien.

Manchmal gibt es Phasen, da helfen auch die oben genannten Strategien nicht. Dennoch hast du dann immer noch die Wahl dich für gesündere Alternativen zu entscheiden. Die Betonung liegt hierbei allerdings auf “gesünder”, denn auch gesunde Naschereien liefern Kalorien und Fruchtzucker. Steht bei dir der Gewichtverlust oder eine Zuckerregulierung im Vordergrund, rate ich dir unbedingt auch bei gesünderen Naschereien sparsam zu sein.

Kokos Energy balls

Kokos_EnergyBalls_2060

Zutaten für ca. 12 Kugeln

50 g Cashewkerne

80 g getrocknete Aprikosen

50 g Kokosflocken

2 EL flüssiges Kokosöl

1 EL Macapulver (optional)

Je 1 Prise Vanille + Zimt

Kokosflocken und gepufftes

Amaranth zum Wälzen

Zubereitung

1. Alle Zutaten in den Mixer geben und zu einer feuchten Masse mixen.

2. Die Masse mit Händen zu Bällchen formen und in Kokosflocken und gepufften Amaranth wälzen.

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2 Kommentare

  1. Sigrid Magnus

    Hallo Adaeze,
    ich möchte gerne die Kokos-Energieballs machen habe aber kein Kokosöl zu Hause gibt es dafür eine alternative ?
    Viele Grüße
    Sigrid

  2. Adaeze

    Liebe Sigrid,
    probiere es auch gerne mal ganz ohne Kokosöl. Eigentlich funktioniert das auch sehr gut, da ausreichend Öl über die Nüsse und Kokosraspeln abgegeben werden. Alternativ könntest du ansonsten auch ein wenig Leinöl oder Rapsöl verwenden.
    Liebe Grüße,
    Adaeze

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