Es ist 16 Uhr. Du bist müde, unkonzentriert und plötzlich ist sie da: diese unbändige Lust auf etwas Süßes. Also noch einen Kaffee, ein Stück Schokolade – vielleicht auch zwei – und gleichzeitig fragst du dich: Warum habe ich ausgerechnet nachmittags so wenig Disziplin?
Genau diesen Satz höre ich in meinen Coachings mit Frauen ab 40 immer wieder. Und häufig zeigt sich, wenn wir uns den gesamten Tag anschauen: Das eigentliche Problem um 16 Uhr ist gar nicht um 16 Uhr entstanden. Vielleicht hast du morgens kaum etwas gegessen. Vielleicht bestand dein vermeintlich gesundes Mittagessen nur aus einem kleinen Salat. Vielleicht lagen viel zu viele Stunden zwischen deinen Mahlzeiten. Oder du bist schlicht erschöpft, weil du schlecht geschlafen hast und dein Stresslevel seit Tagen hoch ist.
Heißhunger kann viele Ursachen haben.
Deshalb geht es in dieser Podcast-Folge nicht darum, dir Süßigkeiten zu verbieten oder dir den nächsten Ernährungstrick an die Hand zu geben. Wir schauen stattdessen auf die Stunden vor deinem Nachmittagstief. Denn gerade ab 40 und in den Wechseljahren dürfen wir lernen, die Signale unseres Körpers besser zu verstehen, anstatt sie mit noch mehr Disziplin bekämpfen zu wollen.
Du erfährst:
- warum dein Heißhunger am Nachmittag möglicherweise schon morgens beginnt
- welche typischen Ernährungsmuster ich bei Frauen in meinen Coachings immer wieder beobachte
- warum ein vermeintlich gesundes Mittagessen nicht automatisch eine vollständige Mahlzeit ist
- weshalb Protein, Ballaststoffe und eine gute Mahlzeitenzusammensetzung für deine Sättigung wichtig sind
- warum lange Essenspausen bei manchen Frauen zu starkem Hunger am Nachmittag beitragen können
- welche Rolle Stress und Schlaf bei Appetit, Energie und Lebensmittelauswahl spielen
- warum wir Blutzucker nicht zum alleinigen „Bösewicht“ machen sollten
- wie du unterscheiden kannst, ob du gerade wirklich Hunger hast oder einfach vollkommen erschöpft bist
- was ich persönlich an besonders vollen und stressigen Tagen mache
- und welche vier Fragen dir helfen können, die Ursache deines persönlichen Nachmittagstiefs besser zu verstehen.
Eine Botschaft ist mir dabei besonders wichtig: Hör auf, nur deinen Heißhunger zu bekämpfen. Fang an zu verstehen, warum dein Körper gerade nach Energie verlangt. Vielleicht liegt die Antwort in deinem Frühstück. Vielleicht fehlt deinem Mittagessen etwas. Vielleicht liegen zu viele Stunden zwischen deinen Mahlzeiten. Vielleicht hast du schlecht geschlafen oder dein Stresslevel ist gerade enorm hoch. Und genauso wichtig: Lust auf Schokolade ist nicht automatisch ein Problem. Essen darf Genuss sein.
Es macht aber einen Unterschied, ob du Schokolade isst, weil du sie bewusst genießen möchtest – oder ob du jeden Nachmittag völlig erschöpft und ausgehungert das Gefühl hast, ohne Zucker überhaupt nicht mehr durch den Tag zu kommen. Wenn du diesen typischen 16-Uhr-Crash kennst, probiere deshalb einmal etwas anderes: Keine neue Diät. Kein Zuckerverbot. Keine sieben neuen Regeln.
Beobachte deinen Tag. Was hast du morgens gegessen? Hat dein Mittagessen dich wirklich versorgt und gesättigt? Wie lange waren deine Essenspausen? Und wie steht es gerade um Schlaf und Stress? Denn erst wenn du die Zusammenhänge verstehst, kannst du an der richtigen Stellschraube drehen.
Viel Freude beim Anhören!
Alles Liebe
Adaeze
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