Laufen im Winter: 8 Motivations-Tipps

Sich bei gutem Wetter zum Laufen zu motivieren klappt in der Regel gut. Bei schlechtem Wetter sieht es mit der Motivation dagegen schon ganz anders aus. Bei Regen, Schnee, Matsch und Kälte kostet es einfach mehr Überwindung regelmäßig zu laufen. Im Winter hat unser innerer Schweinehund Hochsaison. Um Ausreden sind wir während dieser Zeit nicht verlegen und mummeln uns viel lieber auf dem Sofa ein, als draußen in der Kälte zu laufen. Das mag zwar gemütlich sein, dauerhaft sind Regen, Kälte und Schnee für mich jedoch kein Argument, um das Lauftraining einzustellen. Was wir stattdessen dringend brauchen sind einfache Motivationstipps und die richtige Kleidung, um dranzubleiben.

Ich bin ein großer Outdoor-Fan. Laufen gehört seit vielen Jahren fest zu meiner Sportroutine. Wer mir auf Instagram folgt, stellt auch schnell fest, dass das nicht nur an „Schön-Wetter-Tagen“, sondern bei Wind und Wetter der Fall ist. Mein Lauftraining aufgrund des Wintereinbruchs zu unterbrechen, ist für mich undenkbar. Viel zu sehr schätze, genieße und profitiere ich von den vielen positiven Nebeneffekten die der Laufsport mit sich bringt.

Damit auch Du ab sofort auch im Winter im Lauf-Training bleibst, habe ich nachfolgend ein paar einfache Motivations-Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwinden.

1. Kleide dich angepasst.

Schlechtes Wetter? Gibt es bei mir nicht. Für mich gibt es nur schlechte oder unpassende Laufkleidung. Was beim Skifahren und Wintersport gesetzt ist, gilt auch für das Laufen im Winter. Richtige Kleidung ist das A und O. Wer daran spart, verliert schnell die Motivation. Deine Laufkleidung sollte funktional und atmungsaktiv sein, um die Körperwärme zu regulieren und dich vor dem Auskühlen zu schützen.Wer bei Kälte schwitzt, kühlt bei stärkerem Wind auch schneller aus. Das kann im ungünstigsten Fall sogar ein Auslöser für Erkältungen sein.

Zusätzlich bin ich im Winter ein Fan des Zwiebel-Look. Je nach Temperatur, besteht der aus atmungsaktiver Sportunterwäsche, einem Fleeceshirt, einer Regen- oder Windjacke, und/oder einer Weste.

Auch die Laufschuhe sollten den Wetterbedingungen angepasst sein. Im Winter habe ich immer ein weiteres Paar mit einem etwas stärkeren Profil zur Auswahl. Das ist wichtig, um im nassen oder im rutschigen Gelände eine bessere Stabilität zu haben.

2. Lege dir eine Sportroutine zu.

Eine Sportroutine hilft dir dabei, Dinge ohne große Überlegungen zu verinnerlichen. Beim Laufen und Sport allgemein, ist die Routine oftmals ein entscheidendes Argument für den dauerhaften Erfolg. Im Winter und dann wenn es draußen ungemütlich wird, noch viel mehr. Ich laufe zum Beispiel immer morgens. Auch im Winter. Bei mir bedeutet das, sofort nach dem Aufstehen Laufklamotten anzuziehen. Diese Routine ist bei mir inzwischen seit vielen Jahren fest verankert. Sprich, ich laufe los ohne groß darüber nachzudenken, ob ich nun Lust habe oder nicht. Da diese Lauf- bzw. Sportroutine für mich inzwischen eine Regelmäßigkeit wie das tägliche Zähneputzen hat, muss ich mich heute nicht mehr groß motivieren. Diese Routine ist für mich selbstverständlich.

Das klappt übrigens auch dann, wenn du erst am Nachmittag oder Abend zum Sport gehen kannst. Wie wäre es zum Beispiel, deine Laufsachen  gleich morgens mit zur Arbeit nehmen, um anschließend sofort loszulaufen. Oder du kannst dir bestimmte Tage in der Woche nach der Arbeit direkt für dein Lauftraining zu blocken, um dich nicht anderweitig ablenken zu lassen.

3. Die richtige Playlist.

Joggen ohne Musik ist für mich undenkbar. Im Winter und vor allem dann, wenn es noch dunkel ist, motiviert mich meine eigene Playlist beim Laufen unheimlich. In regelmäßigen Abständen erstelle ich mir eine extra Lauf-Playlist mit meinen absoluten Lieblings-Motivations-Titeln zusammen.

4. Trainiere gemeinsam.

Wenn es um Sport geht, sind Ausreden oftmals willkommen. Wenn du deinen inneren Schweinehund überwinden möchtest, aber eher zu denjenigen gehörst, die gerne mal zu Ausreden neigen, dann empfehle ich dir unbedingt einen Trainingspartner zu suchen und feste Trainingstage sowie Trainingszeiten einzubauen. Gemeinsamer Sport motiviert, verbindet zusätzlich und hilft dir am Ball zu bleiben. Falls du keinen Trainingspartner findest, kannst du dich auch einer Laufgruppe in deinem Ort anschließen.

5. Denke an die positiven Nebeneffekte.

Ganz gleich, wie ungemütlich das Wetter draußen auch aussieht, Laufen lohnt sich immer. Und zwar unabhängig der äußeren Bedingungen. Wenn du auch im Winter regelmäßig läufst, wirst du schnell die positiven Nebeneffekte lieben lernen. Nach einer knackigen Laufrunde in klirrender Kälte oder im Regen fühle ich mich lebendig. Das Auspowern an der frischen Luft macht den Kopf frei, entspannt und hilft dem Alltag mit mehr Gelassenheit zu begegnen.

Laufen fördert die Durchblutung, versorgt die Lungen und den ganzen Körper mit einem Sauerstoff-Plus. Auch unser Gehirn profitiert beim Joggen von der vermehrten Sauerstoffaufnahme, was zur Folge hat, dass wir konzentrierter und fokussierter bleiben.

Wenn du im Winter regelmäßig läufst, tust du gleichzeitig etwas gegen das winterliche Stimmungstief. Dein Körper dankt dir dies mit der verstärkten Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Ein Grund, warum du dich nach dem Laufen immer gut fühlst und gute Laune hast. Zusätzlich fördert das den Stressabbau auf natürliche Weise.

Wer seinen Körper bewegt, bringt den Stoffwechsel in Schwung. Ein aktiver Stoffwechsel wirkt sich wiederum positiv auf das Gewichtsmanagement aus. Ein entscheidendes Argument im Winter, denn da sind wir ja bekanntermaßen ohnehin weniger aktiv und greife vermehrt zu kohlenhydratreicher Nahrung, was unseren Stoffwechsel zusätzlich ins Stocken bringt.

Da regelmäßiges Laufen im Winter auch das Immunsystem auf ganz natürliche Weise stärkt, bleibst du weniger anfällig für Erkältungs- und Grippeviren.

6. Verlasse deine Komfortzone.

Ein Motto im Winter lautet: Wer jetzt konsquent dran bleibt, erntet im Frühjahr/Sommer die Früchte und startet doppelt gestärkt ins Training. Schaffst du es, deine Laufroutine über den Winter bei Wind und Wetter beizubehalten, dann ist das Thema Motivation bzw. Laufeinstieg für dich im Frühjahr ein Klacks.

Nutze die eher ruhigere Lauf-Zeit des Jahres um deine Laufroutine zu festigen. Aufgrund des schlechten Wetters, bist du im Winter regelmäßig gezwungen, deine Komfortzone zu verlassen. Gut so, denn genau das wird dich mental stärken. Indem du auch bei miesem Wetter weiterhin fokussiert bleibst und auf dein Ziel hinarbeitest, wirst du von Tag zu Tag besser. Das schenkt dir am Ende mehr Selbstvertrauen in dich und deine Kraft. Wenn du auch im Winter konsequent dranbleibst, wirst du schnell feststellen, dass es sich lohnt an deinen Zielen zu arbeiten – auch dann, wenn es unbequem und herausfordernd ist. Dieses neue Selbstbewusstsein kannst du jederzeit auch auf andere Lebensbereiche übertragen.

7. Setze dir Ziele.

Um am Ball zu bleiben, ist es hilfreich, sich realistische Ziele zu setzen. Vielleicht möchtest du im Frühjahr eine bestimmte Laufdistanz oder ein Zeitziel erreichen, oder dich für einen Wettkampf anmelden? Auch die Aussicht auf einen schönen Sommerurlaub, kann dir helfen deine Lauf-Motivation auch im Winter hochzuhalten.

8. Belohne dich.

Belohne dich regelmäßig für deine Konsequenz. Auch das hilft, um weiterhin motiviert zu bleiben. Ein leckeres Essen, ein Saunabesuch, ein entspannendes Bad nach der Laufrunde… All das spornt zusätzlich an, um konsequent dranzubleiben.

In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin ganz viel Spaß mit deinen regelmäßigen Laufeinheiten.

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