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Juicing vs. Blending. Säfte und Smoothies liegen im Trend und tun viel fürs Immunsystem. Aber wo liegt der Unterschied und wer kann mehr?

Juicing ist ein Trend aus Amerika, der aber auch bei uns immer mehr in Focus rückt und an Beliebtheit gewinnt. Kein wunder, stehen doch die leckeren und frischgepressten Säfte den Smoothies in nichts nach. Ganz im Gegenteil. Aufgrund der enorm hohen Vitamindichte und geringen Ballaststoffe sind sie wahre Immun-Booster. Außerdem eignen sich Juices wunderbar für Detox-Kuren und Cleanses. Aber wo liegen nun genau die Unterschiede zu Smoothies und warum sollte ich mich für welche Variante entscheiden?

Juicing = Entsaften vs. Blending = Mixen – Worin liegt der Unterschied und wer macht mehr fürs Immunsystem?

Vorab lässt sich festhalten, dass Säfte und Smoothies eine wunderbare Möglichkeit sind unser Immunsystem zu stärken und uns mit einer Extraportion Vitamine versorgen.

Beim Entsaften läuft der Vorgang so ab, das Obst, Gemüse und Blattgrün durch den Entsafter zu pressen. Bei diesem Prozess werden die festen von den flüssigen Pflanzenteilen getrennt, woraus anschließend der gewünschte, leichtverdauliche Saft entsteht.

Bei einem Smoothie hingegen geben wir das gesamte Obst und Gemüse in den Mixbehälter und fügen nach Belieben noch Wasser, Kokoswasser, Pflanzen- oder Nussmilch hinzu. Da beim Smoothie die faserigen Pflanzenteile fein aufgespalten werden entsteht die gewohnte leicht sämige Konsistenz. Diese Konsistenz ist auch dafür verantwortlich, dass beim Smoothie im Gegensatz zu einem Saft ein hoher Ballaststoffanteil vorhanden ist, was die Verdauung ankurbelt, lange satt macht und Blutzuckerspiegel senkend wirkt.

Der große Vorteil von gepressten Säften ist die Mengenangabe. Bei einem Saft kann man im Vergleich zu einem Smoothie viel größere Mengen an Obst, Gemüse und Blattgrün verarbeiten. Wir erhalten dadurch die geballte Ladung an Vitaminen und Mineralstoffen in hoch konzentrierter Form. Frisch gepresste Säfte enthalten im Gegensatz zu Smoothies weniger Ballaststoffe und sind damit leichter zu verdauen. Deshalb eignen sie sich hervorragend für eine Detox-Kur.

Habt Ihr schon mal eine Saft Cleanse gemacht? Säfte sind toll, um den Körper für eine kurze Zeit zu entlasten und aufgrund der hohen Nährwertdichte und leichten Verdaulichkeit eine optimale Möglichkeit für eine Fastenkur.

Wer ein paar simple Dinge bei der Zubereitung beachtet, kann die gesamte Vitamin- und Nährstoffdichte richtig nutzen. Das solltet Ihr beim Entsaften beachten:

  1. Achtet auf eine frische Zubereitung. Bereitet euren Saft, wann immer möglich, frisch zu und trinkt ihn so schnell wie möglich. Durch den Kontakt mit der Luft beginnen die so wertvollen Vitamine und Enzyme zu oxidieren.
  1. Falls der Saft vorbereitet werden muss und erst später getrunken wird, empfiehlt es sich diesen in ein verschlusssicheres Glasgefäß möglichst bis zum Rand zu füllen und fest zu verschließen. So kann unnötiger Kontakt mit der Luft verhindert werden. Schöne Gläser zur Aufbewahrung von Smoothies und Säften findet Ihr hier.
  1. Trinkt den Saft nach Möglichkeit auf nüchternen Magen. So können die wichtigsten Nährstoffe direkt von unserem Körper aufgenommen und verwertet werden.
  1. Achtet auf einen ausgewogenen Obst- und Gemüseanteil. Zu viel Obst kann sich negativ auf unseren Blutzuckerspiegel auswirken und treibt diesen nach oben. Ich versuche daher immer eine gute Balance aus einem Obst- und Gemüseanteil zu bekommen und halte mich an die 1/3 Obst zu 2/3 Gemüse-Regel.
  1. Probiert die unterschiedlichen Gemüsesorten aus. Genauso wie bei Smoothies sind der Fantasie in der Zusammenstellung eines Saftes keine Grenzen gesetzt. Es gibt zwar Gemüsearten, die sich für Säfte und Smoothies auf Grund des hohen Nährstoffwertes besonders gut eignen. Dazu gehören mit Sicherheit auch der Grünkohl und der Spinat. Probiert aber auch unbedingt mal andere Gemüsearten aus. Säfte können so vielseitig sein.

Habt Ihr schon mal Rote Beete Blätter, Süßkartoffel oder Rotkohlblätter in den Entsafter gegeben? Wenn nicht, dann schaut mal weiter unten nach meinen Rezepten.

Meine Empfehlung zu Smoothies vs. Juices?

Da beide Varianten ihre Vorteile haben und Beides ausgesprochen gesund ist, mixe ich gerne nach Lust und Laune. Gerade wenn es schnellgehen muss, sind Smoothies eine willkommene Alternative sich gesund zu ernähren. Zudem lassen sich Smoothies gut vorbereiten, wenn morgens wenig Zeit bleibt. Aufgrund der hohen Ballaststoffe machen sie lange satt und können auch mal das Frühstück ersetzen.

Wenn Ihr aber Euren Körper kurzzeitig entlassten möchtet, oder dem Immunsystem einen noch stärkeren „Boost“ verleihen möchtet, dann sind frischgepresste Säften eine hervorragende Möglichkeit dem Körper Gutes zu tun. Die Leichtigkeit, aufgrund der fehlenden Ballaststoffe, sowie der feine Geschmack sind für mich immer wieder eine tolle Abwechslung zu Smoothies. Meine Empfehlung lautet daher: „Legt Euch nicht fest, sondern probiert einfach beide Varianten aus und entscheidet spontan, nach Lust und Laune“.

Ein schönes Buch zum Thema „Juicing and Blending“ ist dieses von Mimi Kirk. „The Ultimate Book of modern Juicing“. Leider ist es bisher nur auf Englisch erschienen. Der Kauf lohnt sich aber dennoch.

Hier kommen noch ein paar  leckere Rezepte, um im Winter fit zu bleiben

Sellerie_Apfel

Green Cleanse

Das solltest du noch über Sellerie wissen: Sellerie entschlackt und dabei hilft, überschüssiges Wasser aus den Geweben zu entfernen. Als eines der kalorienärmsten Gemüse, wirkt Stangensellerie unterstützend bei der Gewichtsabnahme. Da Sellerie zu 90 Prozent aus Wasser besteht, haben100 g gerade mal 15 Kalorien. Außerdem ist Sellerie ist eine hervorragende Antioxidantienquelle. Die enthaltenen Polysaccharide schützen den Magen und Verdauungstrakt. Zudem kräftigt Sellerie das Herz-Kreislauf-System durch seine antientzündlichen Eigenschaften und kann wirkt sich entspannend auf die Muskulatur der Blutgefäße auswirken, was zur Folge hat, dass der Blutdruck sinken kann.

Ergibt jeweils ca. 300 – 400 ml Saft

Zutaten

3 Stangen Sellerie

½ Bund Petersilie

½ Gurke

2 Äpfel

½ Zitrone mit Schale

 

Suesskartoffelsaft

The Beauty Elixier

Das solltest du noch über die Süßkartoffel wissen: Da man Süßkartoffeln in manchen Ländern sogar roh ist, eignet sie sich hervorragend zum Entsaften. In der Süßkartoffel steckt ein Stoff namens Caiapo, der Wissenschaftlern zu folge bei Blutarmut, Diabetes und Bluthochdruck entgegenwirkt. Außerdem enthält die Süßkartoffel Anthocyane – hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale entlarven und somit über eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung verfügen.

Wegen des hohen Vitamin C- sowie Beta-Carotin-Gehalts ist das Gemüse zudem ein hervorragender Beitrag, um das Immunsystem zu stärken.

Zutaten

½ Süßkartoffel

1 Stück Kurkuma (fingergroß)

1 Karotte

1 Birne

1 Apfel

1 Orange (Saft extra auspressen)

½ Gurke

 

Rotkohlsaft

Lady in Red

Das solltest du noch über Rotkohl wissen: Rotkohl ist ebenfalls reich an Anthocyanen, die unter anderem für die rotviolette Färbung verantwortlich sind. Diese schützen unsere Zellen vor freien Radikalen. Außerdem ist Rotkohl reich an Ballaststoffen und Vitaminen und arm an Kalorien. Rotkohl enthält Vitamin C, Kalium, Senföle und sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken und als krebsvorbeugend gelten. Wer seine Abwehrkräfte in der kalten Jahreszeit stärken möchte, sollte im Winter unbedingt zum roten Kohl greifen.

Zutaten

3 Rotkohlblätter

1 Apfel

½ Gurke

1 Limette mit Schale

1 Prise Zimt

Zubereitung

Das Gemüse gründlich abwaschen und alle Zutaten, angefangen vom Gemüse nacheinander in den Entsafter geben. Sogar die Süßkartoffel und Kurkuma schäle ich nicht (unter der Schale stecken ja bekanntlich die wertvollsten Vitamine), sondern wasche lediglich alles gründlich ab und gebe sie in den Entsafter.

In einen meiner nächsten Beiträge stelle ich Euch dann meinen neuen Favoriten unter den Entsaftern vor. Ihr dürft gespannt sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

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5 Comments

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